Für alle statt für wenige


  • Klimawandel für Gross und Klein!

    Einige haben gerade erst angefangen, daran zu glauben, andere nerven sich bereits schon über das ewige Gerede. Ausserdem was können wir denn schon tun? Die Grossen der Welt haben es doch in der Hand, nicht wir. Aber genau da beginnt das Scheitern. Die Grossen haben den Mut nicht! Keine Wahl wird gewonnen mit dem Thema «Lebensstil verkleinern». Das Wort «weniger» gehört nicht in eine politische Rede. Dann sitzt da die kleine Greta vor einem Regierungsgebäude und wird berühmt.Vollkommen authentisch fährt sie 32 Stunden mit dem Zug in die Schweiz, übernachtet mitten im Winter in ihrem Zelt und setzt sich in Davos für den Kampf gegen den Klimawandel ein. Ist es vielleicht möglich, dass ein kleiner Ort wie Liestal nicht auf die Grossen wartet, sondern eigene Schritte einleitet, mutig voran geht im Kampf gegen den Klimawandel? Ich wünsche mir das, nicht für die Grossen sondern für unsere Kleinsten!

    Dominique Meschberger

  • Motion von Joël Bühler & Pascale Meschberger der SP-Fraktion

    Liestal, 18. November 2018

    Der Klimawandel ist eine der dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit. Ein Drittel der weltweiten Agrarflächen droht durch Verwüstung zu verschwinden und mit ihm die Nahrungsgrundlage von unzähligen Menschen. Weitere hunderte Millionen Menschen drohen durch einen Anstieg des Meeresspiegels in die Flucht getrieben zu werden. Auch in der Schweiz werden die Folgen des Klimawandels zunehmend sichtbar: Fast jährlich werden wir mit neuen Temperaturrekorden konfrontiert und unsere Gletscher schmelzen weg. Diese Herausforderungen verlangen griffige Massnahmen in allen Ländern der Welt. Ein wichtiges Instrument dazu ist das Übereinkommen von Paris, das alle unterzeichnenden Staaten zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Die wichtigste Zielvorgabe des Abkommens ist eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1.5 Grad. Dieses Ziel bedingt einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis ins Jahr 2050. Gelingt es uns nicht, dieses Ziel zu erreichen, drohen die obengenannten Gefahren unsere Lebensweise in nicht voraussehbarem Ausmass zu beeinträchtigen.Trotz höchster Dringlichkeit haben der Bund und die Kantone es bisher versäumt wirkungsvolle Massnahmen einzuleiten, um dieses wichtige Ziel zu erreichen.

    Mit diesem Antrag setzen wir dort an, wo wir handeln können respektive wo die Umsetzung beginnt: auf Gemeindeebene – sprich in Liestal. Wir können die Klimakatastrophe nur abwenden, wenn wir heute Massnahmen auf allen politischen Ebenen einleiten.

    Antrag:
    Der Stadtrat wird wie folgt beauftragt:

    l. Der Stadtrat erarbeitet einen kommunalen Massnahmenplan Klimaschutz, der den Anforderungen des 1,5 „C-Ziels und dem Pariser Klimaübereinkommen entspricht. Er beinhaltet den Ausstieg der Gemeinde aus fossilen Energieträgern.

    2. Im Rahmen des Ausstiegs aus fossilen Energieträgern durch die Stadt Liestal soll diese auch auf finanzielle Investitionen in fossile Unternehmen verzichten. Dies gilt insbesondere für die Pensionskassen der von der Stadt entlöhnten Angestellten.

    3. Der Stadtrat erarbeitet eine Anpassungsstrategie, welche die Bevölkerung vor den Gefahren durch den Klimawandel schützt.

    4. Die finanziellen, gesetzgeberischen und organisatorischen Aufwendungen für die Umsetzung der Klimaziele bezüglich Anpassung und Minderung für die Stadt Liestal werden aufgezeigt.

    5. Der erarbeitete Massnahmenplan und die Anpassungsstrategie wird dem Einwohnerrat zur Verabschiedung vorgelegt.

    Die Motion wurde vom Einwohnerrat als Postulat an den Stadtrat überwiesen.

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  • Ein Postulat von Patrick Mägli und Pascale Meschberger der SP-Fraktion

    Liestal¡ 23. September 2018

    Liestal wächst kontinuierlich und dürfte auch in den nächsten Jahren weiter wachsen.Mit den vielen Quartierplänen werden die einzelnen Quartiere immer mehr verdichtet und damit städtischer. Gleichzeitig fehlen in den wachsenden Quartieren Treffpunkte und Lokale, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner treffen und austauschen, Veranstaltungen organisieren können etc. ln einer Stadt mit vielen Neuzuzügerinnen und Neuzuzügern aus allen Teilen der Welt ist die lntegration essentiell, um langfristig soziale Probleme möglichst zu vermeiden und die Entstehung von Parallelgesellschaften zu verhindern.

    Wir sind der Ansicht, dass nun dringend ein Anlauf unternommen werden muss, um einfache Strukturen für die Quartierentwicklung zu schaffen. Uns schwebt vor, dass die Stadt Liestal in einigen Quartieren Lokale zur Verfügung stellt, welche von den Einwohnerinnen und Einwohnern für Vereinsaktivitäten, Treffs und private Anlässe gemietet werden können. Die Räume sollen durch die Stadt Liestal venrwaltet werden. Wir sind davon überzeugt, dass durch solche Treffpunkte das Zusammenleben gefördert werden und der Stadt dadurch ein Mehrwert entstehen kann.

    Wir bitten den Stadtrat, die Einrichtung solcher Quartierlokale zu prüfen, den Bedarf abzuklären und darüber Bericht zu erstatten.

    Die Überweisung dieses Postulat wurde im Einwohnerrat leider abgelehnt.