Für alle statt für wenige


Interpellation zur Deponie Höli im Einwohnerrat

Von SP Liestal, 19. März 2018

Entsorgung von Bauschutt und/oder Recycling:
An der Versammlung der Bürgergemeinde Liestal vom 20. November 2017 wurde ein Projekt zur Erweiterung der bestehenden lnertstoffdeponie Höli vorgestellt. Dabei war zu erfahren, dass das bestehende Deponievolumen bereits in 10 Jahren aufgefüllt sein wird. Bei der lnbetriebnahme 2010 ging man von einem Zeitraum von 40 Jahren aus. Das bestehende und bewilligte Volumen der Deponie Höli beträgt 3 Millionen Kubikmeter. Die Erweiterung soll, gemäss Aussagen der Bürgergemeinde ein Mehrfaches davon betragen. Selbstverständlich mit entsprechenden Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft. Dass die rege Bautätigkeit eine Zunahme von Bauschutt zur Folge hat, ist unbestritten. Ob aber zur Minimierung und damit zum sparsamen Umgang mit dem begrenzten Deponieraum alles unternommen wird, scheint uns fraglich. Fragwürdig scheint uns auch, ob eine auf Gewinn orientierte Betreibergesellschaft (die Deponie Höli AG) überhaupt ein lnteresse daran haben kann, das anfallende Volumen zu begrenzen. Andere Kantone machen es vor. So arbeitet z.B. der Kanton Solothurn mit einer Baustoffrecycling- Strategie und konnte damit 85% des anfallenden Volumens der Wiederverwertung zuführen.
Wir bitten den Stadtrat um Beantwortung folgender Fragen:

  • lst der Stadtrat der Meinung, dass die übergeordneten Vorgaben (des Kantons) ausreichend sind?
  • Welche Massnahmen stehen der Stadt Liestal zur Verfügung, um die Bauschuttmenge zu minimieren?
  • lst es denkbar, dass für stadteigene Bauprojekte (Hoch- und Tiefbau) nur noch rezyklierte Baustoffe verwendet werden dürfen?
  • lst es denkbar, dass in Quartierplänen zwingend vorgeschrieben wird, dass eine bestimmter Anteil des Abbruchmateriales wieder verwendet werden muss?

Dominique Meschberger, SP-Einwohnerrätin